Finanzierung

business-money-pink-coins

BAföG

Der zweite Bildungsweg wird grundsätzlich durch den Gesetzgeber gefördert. So hat jeder Studierende auf dem zweiten Bildungsweg die Möglichkeit elternunabhängiges BAföG zu beantragen. Das heißt, niemand muss sich darum sorgen aufgrund des Einkommens der Eltern benachteiligt zu werden. Es gibt aber auch hier Grenzen, die beachtet werden müssen. Die Altersgrenze, die zu Beginn der Ausbildung nicht überschritten sein darf, liegt bei 30 Jahren. Jedoch gibt es auch hier Ausnahmen in Härtefällen. Über diese Ausnahmen können Sie sich z.B. hier informieren. Sofern Sie BAföG-berechtigt sind, wird die Ausbildung bis zum Erreichen des Schulabschlusses gefördert, also auch über das 30. Lebensjahr hinaus.

Über die erforderlichen Unterlagen und den genauen Ablauf erkundigen Sie sich am Besten bei dem für Sie zuständigen BAföG-Amt.

Stipendien

Studierende des zweiten Bildungsweges haben auch die Möglichkeit ein Stipendium zu erhalten. Ansprechpartner ist hier vor Allem die Hans-Böckler-Stiftung, bei der Sie auch die erforderlichen Voraussetzungen erfahren können. Studierende, die BAföG erhalten können derzeit mit einem Beitrag von 300,- Euro gefördert werden. Studierende, die altersbedingt kein BAföG erhalten, können sogar ein Vollstipendium erhalten, was einer monatlichen Förderung von bis zu 597,- Euro + Zuschlägen entspricht.

Es ist jedoch nicht einfach ein solches Stipendium zu bekommen. Der Studierende muss entweder durch eine Gewerkschaft, eine/n Vertrauensdozent/in oder einer regionalen Stipendiatengruppe vorgeschlagen werden.

Bildungskredit

Sollte Sie kein Recht auf BAföG haben oder der BAföG-Satz reicht für Sie nicht aus, haben Sie die Möglichkeit einen Bildungskredit aufzunehmen. Dieser wird volljährigen Schülern, die bereits eine Ausbildung abgeschlossen haben, oder diesen Abschluss in ihrer jetzigen Ausbildungssituation anstreben, gewährt. Ziel des Bildungskredites ist es, dem Schüler bzw. dem Studierenden eine finanziell sorgenfreie Zeit während des Schulbesuchs zu ermöglichen.

Mit einem Bildungskredit ist eine monatliche Zahlung von bis zu 300,- Euro möglich. Die Auszahlung ist auf maximal zwei Jahre begrenzt. Auf Wunsch kann auch eine Einmalzahlung für Ausbildungskosten von bis zu 3600,- Euro gezahlt werden.

Selbstfinanzierung

Falls Sie keine Förderung erhalten, müssen Sie das Nachholen Ihres Schulabschlusses selbst zahlen. Die so entstehenden Kosten können Sie auf jeden Fall steuerlich zur Geltung bringen. Sie können sich z.B. auch bei Ihrem Arbeitgeber informieren, ob dieser Sie diesbezüglich fördert.